Eppenbrunn

Herzlich Willkommen in der Ortsgemeinde Eppenbrunn

Altschlossfelsen bei Eppenbrunn (Foto: Archiv VG)

Unmittelbar an der pfälzisch-lothringischen Grenze, dort, wo die zauberhafte Erholungslandschaft des Biosphärenreservates Pfälzerwald nahtlos in die Nordvogesen übergeht, liegt der staatlich anerkannte Luftkurort Eppenbrunn, als "Tor zum Wasgau" ein Begriff. Umgeben von einem märchenhaften Wald mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt, bietet Eppenbrunn besonders vielseitige Freizeit-, Wander- und Ausflugsmöglichkeiten, zum Beispiel zur Lourdes-Grotte, zum Teufelstisch oder in das nahgelegene Bitche in Frankreich. Eindrucksvoll ist die herrliche Formation der Altschloßfelsen, mit ca. 1,3 Kilometern das längste Buntsandsteinriff der Pfalz. An den Durchzug der Römer erinnert das in Fels gemeißelte Dianabild. Im Zentrum des Ortes befindet sich der großzügig angelegte Freizeitpark.  


Die Lourdes-Grotte von Eppenbrunn verdankt ihre Entstehung dem widerspenstigen Pfarrer Johannes Drauden und dem gewachsenen Sandstein, der das Landschaftsbild im Wasgau prägt. Als 1933 Adolf Hitler an die Macht gekommen war, stellten die nationalsozialistischen Anhänger in Eppenbrunn ein großes Hakenkreuz auf dem südwestlichen vom Ort gelegenen Berg auf, der auch heute noch von der älteren Bevölkerung "Hakenkreuz-Felsen" genannt wird.
Pfarrer Drauden, der unter der nationalsozialistischen Herrschaft schwer zu leiden hatte, wollte sich mit diesem weithin sichtbaren symbolträchtigen Zeichen nicht abfinden. Während eines Krankenlagers kam er auf die Idee, als Ausgleich zu dem bestehenden Hakenkreuz, am Kappelberg ein Kreuz aufzustellen. Er gab daraufhin den beiden Eppenbrunner Wagnern, die Gebrüder Bender, den Auftrag, ein großes Kreuz aus Eichenholz anzufertigen, das als deutlich wahrnehmbares Gotteszeichen die Einheimischen und Fremden vom Berghang grüßen sollte.
Bei der Aufrichtung des Kreuzes stieß man beim Wegräumen von Schutt und Geröll auf einen Felsen, der sich nach seiner vollständigen Freilegung als ideal für die Anlage einer Grotte erwies.
Trotz der kirchenfeindlichen Politik der Nationalsozialisten fanden sich viele freiwillige Helfer bereit, an der Errichtung einer Kultgrotte nach dem Vorbild von Lourdes (Frankreich) fleißig mitzuarbeiten. Zur Verschönerung der Eppenbrunner Lourdes-Grotte verwendete man Kieselsteine, welche die Schulkinder aus den ausgewaschenen Feldwegen gesammelt hatten. Ein Jahr nach dem Aufstellen des Holzkreuzes war es soweit: Am 23. Juni 1935 fand unter großer Beteiligung der einheimischen katholischen Bevölkerung die Einweihung der Lourdes-Grotte statt.
Den Nationalsozialisten war verständlicherweise die Grotte ein Dorn im Auge. Sie versuchten daher, den Kultplatz im Rahmen der Wiederaufbaumaßnahmen zu schließen bzw. zu beseitigen. Doch ließ die religiöse Verbundenheit der Eppenbrunner mit dem geweihten Ort ein zielstrebiges Vorgehen der Behörden nicht zu. Im Gegenteil, nach dem Ende des Dritten Reiches wurde die Grotte über Jahrzehnte hinweg immer schöner ausgestattet.
Der besondere Reiz der Lourdes-Grotte, dem auch zahlreiche Feriengäste unterliegen, liegt in der natürlichen Umgebung, in der sie eingebettet liegt. Hier an dieser stillen Gebets- und Besinnungsstätte haben in der Vergangenheit viele Menschen aus nah und fern Trost und Hoffnung durch ihren Glauben gefunden.
1985 feierte die Grotte ihr 50jähriges Jubiläum. Anläßlich des Festgottesdienstes hielt Weihbischof Ernst Gutting die Festpredigt, in der er auf die zunehmende Verdrängung der Religion in unserem Alltag hinwies und zelebrierte ein Meßopfer.
Die Lourdes-Grotte ist auch heute noch Schauplatz verschiedener Gottesdienste und Ziel der alljährlich stattfindenden Lichterprozession am Maria-Himmel-Fahrtstag (15. August). Ihre Hauptanziehungskraft übt sie jedoch auf den einsamen, gläubigen Besucher aus. Im Angesicht von Maria, Erzengel Michael und dem Heiligen Konrad findet er an dieser Quelle Kraft und des Glaubens seinen Frieden mit Gott.

Wappen und Flagge der Gemeinde

Flaggenbeschreibung
Die Flagge wird als Banner- und Hißflagge geführt; sie ist von Gelb und Rot gespalten bzw. geteilt, darin das Wappen, das wie folgt beschrieben wird:

Wappenbeschreibung
In geteilten Schild oben 3 rote Sparren auf Gold, unten silberner gemauerter Brunnen mit blaufließendem Wasser im Schildfuß



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