Interkommunale Zusammenarbeit im Projekt „KI-Lotse“ offiziell besiegelt
Die Weichen für eine zukunftsfähige und moderne Verwaltung im ländlichen Raum sind gestellt: Mit der feierlichen Unterzeichnung des öffentlich-rechtlichen Vertrages am 22. Oktober 2026 in der Verbandsgemeinde Dahner-Felsenland wurde die interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) im Modellprojekt „Einführung und Nutzung einheitlicher KI-Tools für Verwaltung und Bürgerservice“ (Projekt „KI-Lotse“) nun auch formell besiegelt.
Das Modellprojekt „KI-Lotse“: Gemeinsam stark durch Künstliche Intelligenz
Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Verbandsgemeinden Pirmasens-Land, Dahner Felsenland, Hauenstein, Rodalben, Thaleischweiler-Wallhalben, Waldfischbach-Burgalben und Zweibrücken-Land. Ziel dieser trägerübergreifenden Kooperation ist die einheitliche und datenschutzkonforme Einführung moderner KI-Tools sowohl für die interne Verwaltungsarbeit (Assistenz- und Automatisierungsfunktionen) als auch für den Bürgerservice (digitale, niedrigschwellige Zugänge zu Verwaltungsleistungen).
Im Mittelpunkt des Vorhabens stehen dabei folgende Bausteine:
- Generative KI-Plattform (LLM): Aufbau einer gemeinsamen, sicheren Text-KI-Plattform zur Unterstützung bei der Texterstellung, bei Textanalysen sowie bei der Übersetzung von komplexen Verwaltungsinhalten in „Leichte Sprache“.
- Web-Chatbots und Telefon-Bots (Voicebots): Bereitstellung eines einheitlichen, KI-gestützten Bürgerportals für eine rund um die Uhr (24/7) erreichbare und mehrsprachige Auskunft auf Homepages sowie über die Telefonanlagen der Kommunen.
- Erweiterte KI-Tools: Identifizierung und Einsatz weiterer Werkzeuge zur Vereinfachung typischer Verwaltungsleistungen, mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Sitzungsmanagement.
- Mitarbeiterschulungen und wissenschaftliche Begleitung: Entwicklung eines verbundweiten Schulungskonzepts und Etablierung eines multiplikatorengestützten Ansatzes („KI-Lotsen“), fachmännisch begleitet durch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern.
Durch die einheitliche Umsetzung in allen beteiligten Verbandsgemeinden werden wertvolle Synergieeffekte gehoben, gemeinsame Standards etabliert und der Betrieb langfristig effizient gestaltet. Gleichzeitig trägt das Projekt dazu bei, den demografischen Wandel abzufedern, den Fachkräftemangel zu kompensieren und die Verwaltung als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.
Nächste Schritte: Laufende Ausschreibungen und zeitnahe Umsetzung
Die erfolgreiche Vertragsunterzeichnung markiert den ersten großen Meilenstein des Projekts. Gleichzeitig wurden die Weichen für die operative Umsetzung gestellt: Im Moment laufen die Ausschreibungen für die Beschaffung eines Web-Chatbots und KI-Telefon-Assistenten, einer generativen KI (LLM) sowie für die umfassenden Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die KI zukünftig anwenden werden.
Der Zeitplan sieht vor, die Aufträge zeitnah nach Abschluss der Vergabeverfahren zu vergeben. Damit ist bereits Ende November / Anfang Dezember 2026 mit ersten greifbaren Ergebnissen und sichtbaren Fortschritten im interkommunalen Verbund zu rechnen.
